Vaginalinfektionen sind immer die Folge eines vaginalen Ungleichgewichts, das durch die Veränderung dieser drei Faktoren gekennzeichnet ist: Erhöhung des pH-Werts, Verringerung der Laktobazillen und Schwächung der Genitalschleimhaut. Um vaginalen Infektionen entgegenzuwirken, ist es daher notwendig, einen korrekten vaginalen pH-Wert wiederherzustellen, die Schleimhaut zu stärken und eine gesunde Bakterienflora aufzubauen, indem verschiedene Hilfsmittel lokal angewendet oder oral eingenommen werden.
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Unser Verein hat in den letzten Jahren viele Beobachtungen und zahlreiche Erfahrungsberichte über verschiedene natürliche Heilmittel gegen Vaginitis, Vaginose und Candida-Mykosen gesammelt. Durch die Analyse der Ergebnisse aus unserem Forum haben wir ein Protokoll (Miriam-Protokoll) entwickelt, das auf natürlichen Produkten und Heilmitteln basiert, die bisher das beste Verhältnis zwischen Nutzen und Verträglichkeit gezeigt haben.
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Milchsäurebakterien
Milchsäurebakterien (Laktobazillen) sind nützliche Bakterien, die das Wachstum von Mikroorganismen, die Infektionen verursachen können, in Schach halten. Sie kommen sowohl in der Vagina als auch im Darm vor. Eine Abnahme dieser Bakterien führt zu einer Zunahme von pathogenen Viren, Bakterien und Pilzen.
Delia et al. schreiben am Ende einer wichtigen wissenschaftlichen Studie:
„Fazit. Diese Studie bestätigt die Wirksamkeit einer vaginalen Therapie mit Laktobazillen bei der Behandlung von bakterieller Vaginose und zeigt, dass die Kombination mit einer oralen Therapie dazu beiträgt, das vaginale Milieu mit der Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen, was langfristig positive Ergebnisse aufrechterhalten kann. Der Einsatz von Probiotika scheint eine entscheidende Rolle bei der Behandlung von Erkrankungen wie bakterieller Vaginose zu spielen und stellt eine Alternative zu herkömmlichen lokalen Antibiotikatherapien dar.“
Zahlreiche vaginale Infektionen könnten vermieden werden, wenn Frauen bei jeder Antibiotikabehandlung (bei jeglicher Erkrankung, auch bei Bronchitis oder einer Zahnextraktion), während einer Hormontherapie mit Östrogen und/oder Progesteron, in der Schwangerschaft, in den Wechseljahren, bei Vulvodynie oder Dermatosen sowie während oder nach einer schwächenden Erkrankung sowohl oral als auch lokal Laktobazillen zu sich nehmen würden.
Es ist wichtig, die orale Einnahme von Milchsäurebakterien mit deren vaginaler Anwendung zu kombinieren.
Die vaginale Verabreichung von Laktobazillen hat sich als wirksam erwiesen, um die Anhaftung von Candida an den Vaginalwänden um 30 bis 40% zu reduzieren. Selbst die Anwendung von einfachem Joghurt, das lebende Lactobacillus acidophilus enthält, kann eine Candida-Vaginitis spürbar verringern.
Joghurt
Joghurt hat eine doppelte Wirkung: Es senkt den pH-Wert des vaginalen Milieus und liefert Laktobazillen. Es ist nicht nur bei oraler Einnahme für den Darm wertvoll, sondern auch bei vaginaler Anwendung, indem es mithilfe einer Spritze oder eines Applikators eingeführt wird. Besonders empfehlenswert ist Joghurt mit Lactobacillus acidophilus (idealerweise der DDS1-Stamm). Die vaginale Anwendung sollte vor dem Schlafengehen erfolgen, da die horizontale Liegeposition während der Nacht verhindert, dass das Joghurt ausläuft, sodass es länger in der Vagina verbleibt.
Lies im Forum über unsere Erfahrungen mit der vaginalen Anwendung von Joghurt.
Gestern war ich bei Dr. Pesce (Rom. Anm. d. Red.). Die Candida-Vaginitis bessert sich bereits allein durch die Anwendung von Joghurt, der Ausfluss hat deutlich nachgelassen. Jetzt werde ich die Behandlung noch eine Weile fortsetzen und dann einen Abstrich machen... Der Arzt sagte, dass er am Samstag in Bologna mit einer Frau gesprochen hat, die ebenfalls unter chronischer Candida litt. Sie berichtete, dass sie allein durch die Anwendung von Joghurt geheilt wurde (Abstrich negativ)...
Sandra 23/03/2010(cistite.info)
Honig
Honig besitzt antimikrobielle, entzündungshemmende, trophische, antioxidative, elastizitätsfördernde und regenerierende Eigenschaften für die Oberflächenepithelien.
Eine ägyptische Studie zeigte, dass die intravaginale Anwendung von Honig bessere Ergebnisse erzielte als die Kontrollgruppe, die mit synthetischen Antimykotika behandelt wurde. Zudem traten bei den Frauen, die Honig verwendeten, keine Schleimhautreizungen auf, während diese bei der Behandlung mit antimykotischen Cremes beobachtet wurden.
In derselben Studie wurde festgestellt, dass eine Lösung aus Joghurt und Honig auch Streptokokken- und Staphylokokken-Kolonien bei jenen Frauen eliminierte, die neben einer Mykose auch an bakterieller Vaginose litten.
Antioxidantien
Auch als Radikalfänger bekannt, reparieren sie Zellschäden an den Schleimhäuten und verhindern so, dass Bakterien in tiefere, empfindlichere Gewebeschichten eindringen.
Diese Antioxidantien kommen in pflanzlichen Stoffen (Polyphenole und Bioflavonoide), Vitaminen (Vitamin C, Vitamin E, Carotinoide wie Quercetin und Lycopin) sowie in Mikronährstoffen (Selen, Zink, Kupfer, Glutathion, Coenzym Q10, Melatonin und Harnsäure) vor.
Sie können über die Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden – noch besser ist jedoch die direkte vaginale Anwendung in Form von Zäpfchen, Tabletten, Gelen, Ölen oder Cremes.
Geweberegeneration
Geweberegenerierende Substanzen helfen dabei, geschädigtes Gewebe zu reparieren, indem sie Mikroläsionen heilen und die Grundstruktur stärken. Dadurch wird das Gewebe widerstandsfähiger gegen äußere Einflüsse wie bakterielle, virale, fungale, chemische oder mechanische Reizungen.
Hervorragende geweberegenerierende Stoffe sind beispielsweise die Vitamine A und E (besonders empfehlenswert ist das Vitamin-E-Spray von Dr. Tili), Hyaluronsäure, Aloe Vera, Kokosöl, Allantoin, Panthenol, süßes Mandelöl, Vea-Öl, Tiobec, Lietofix usw.
Konventionen für Mitglieder
Säuerungsmittel
Das vaginale Milieu ist von Natur aus sauer. Diese Säure ermöglicht das Überleben der nützlichen Laktobazillen, die das Wachstum pathogener Mikroorganismen hemmen.
Ein pH-Wert zwischen 3,5 und 4,5 weist auf eine optimale Menge an Laktobazillen hin. Steigt der pH-Wert an – beispielsweise durch die Wechseljahre, lokale Behandlungen, übermäßige Intimhygiene, die Pille oder andere östrogen-progestin haltige Verhütungsmittel – erhöht sich das Infektionsrisiko. In diesen Fällen muss der optimale Säuregehalt der Vagina durch spezielle Produkte wiederhergestellt werden.
Der vaginale pH-Wert kann bequem zu Hause mithilfe von Teststreifen überprüft werden.
Die Ansäuerung des vaginalen Milieus kann durch spezielle Produkte (z. B. RepHresh-Gel) erfolgen, aber auch durch Hausmittel wie Essig-Spülungen oder einfaches Joghurt, das über Nacht in der Vagina verbleibt.
Eine Studie mit 45 Frauen zeigte, dass allein die Ansäuerung des vaginalen Milieus mit spezifischen Produkten (polycarbophil-carbopol acidic) bei 93% der behandelten Frauen deren bakterielle Vaginose vollständig heilte.